Zur #Mutmachparade: Vertrauen

Ich grübele ja schon eine Weile darüber nach, was ich zur Mutmachparade von Johannes Korten beitragen kann. Nicht, weil ich denke, dass ich noch etwas Originelles schreiben könnte –  dazu sind die bisherigen Beiträge  zu gut. Ich möchte etwas beitragen,  weil ich die Aktion einfach toll finde. Da ist jemand, der uns dazu anregt, über Mutmachen nachzudenken, weil es Menschen wie Heike gibt, die gerade verdammt viel Mut braucht (und dann auch noch einen solch wunderbaren Posts dazu schreibt: Mut ist, wenn man auch weglaufen könnte).

Ich wollte also etwas schreiben – und heute, im Hochseilgarten, wusste ich endlich, was. Es ist eigentlich banal. Banal im Sinne von normal und alltäglich.

Doch fangen wir vorne an. Mut setzt erst mal Angst voraus. In diesem Falle nehmen wir also die Höhenangst. Bis ich 16 war, kannte ich keine Höhenangst. Ich bin immer und überall auf alles Mögliche geklettert. Die Angst kam erst mit dem Nachdenken, dem Sichbewusstmachen was passieren kann, wenn man runterfällt. Seit dem war das Kirschenpflücken kein Zuckerschlecken mehr. Aber gut, wir sind hier bei der Mutmach- nicht der Angstmachparade.

Also, dann stehst Du eines Tages hier:mutmach2
Kribbeln im Bauch. Und nein, nicht das Kribbeln wie beim ersten Date. Und noch während Du Dich mit dem Kribbeln beschäftigst, ist aus dem Kribbeln längst Übelkeit geworden.

Erste Strategie: Ignorieren, nicht nach unten schauen. Hilft schon ganz gut.

Zweite Strategie: Dagegen andenken, Vernunft benutzen.  Methode: Es ist kein Unterschied, ob es ein oder zehn Meter hoch ist. Bei einem Meter würdest Du nicht so ein Theater machen.

Dritte Strategie (und nur die ist nachhaltig): Mut machen.
Wie? So:mutmach1Sich fallen lassen. Und damit Vertrauen in den Sicherungsgurt aufbauen. Es wirkt Wunder. Das macht Mut: Zu wissen, dass man aufgefangen wird, wenn es doch schiefgehen sollte, auch wenn der Verstand einem vorher schon gesagt hat, dass es gar nicht schiefgehen kann. Kann es eben doch.

Ich weiß, es gibt nicht für alles Sicherungsgurte. Aber wenn es sie gibt, sollten wir sie ausprobieren und – wenn sie tragen – ihnen vertrauen.

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