It is so symbolic…

Gerade war es wieder soweit. Mit viel Gedöns fuhren vier Feuerwehreinsatzwagen und zwei Krankenwagen mit Blaulicht in unsere Straße. Gelassen stiegen einige der Feuerwehrmänner aus und gingen zum Bauloch vor unserem Haus, um den Gasgehalt in der Luft zu messen. Das ist langsam Routine für die Feuerwehrleute, denn es riecht seit Wochen nach Gas in unserer Straße, und sie haben auch kein Problem damit, dass ich in Ruhe meine Pfeife daneben rauche.

Seit Wochen werden immer neue Löcher gebuddelt, um das Leck zu finden, seit Wochen meldet immer wieder mal jemand den Gasgeruch. Nicht die Nachbarn, die kennen das ja, sondern wohl eher Passanten. Und dann muss die Feuerwehr wohl  immer wieder in voller Besetzung ausrücken, anstatt sagen zu können: „Kennen wir, ist halt so“. Also rücken sie aus.
Bauarbeiter, die neue Leitungen verlegen, waren allerdings länger nicht mehr da. Die Löcher sind gebuddelt und es liegen Metallplatten drauf. Keine Ahnung, wie lange noch. Die Wasserleitung, die während der Kälteperiode im Januar geplatzt war und die Straße flutete, wurde immerhin schon nach zwei Wochen wieder geflickt. Aber da war es halt auch einfacher, das Leck zu finden.

Baustelle

Flicken und Aktionismus – immer wieder Flicken und Aktionismus. Das scheint so typisch. Unsere Tochter wurde diese Woche von etlichen Polizisten an der Schule empfangen und durfte durch einen Metalldetektor gehen. Am Dienstag. Danach nicht mehr. Eine symbolische Aktion, völlig sinnbefreit meiner Ansicht nach. Selbst wenn zufällig an dem Tag einer ihrer Mitschüler eine Waffe dabei gehabt hätte, um in der Schule um sich zu schießen: Er wäre halt an diesem einen Tag einfach wieder umgekehrt. Aktionismus anstatt Ursachenbekämpfung.

Oculus New York

Oculus – der wahrscheinlich architektonisch gelungenste Umsteigebahnhof der Welt. Und mit 4 Milliarden Dollar Baukosten wohl auch der teuerste. Das wäre ja völlig OK, wenn nicht die Züge und Strecken, die er verbindet, in einem solch miserablen Zustand wären. Und dazu steht er noch an einem Ort, der überhaupt keine weitere Attraktion gebraucht hätte – am World Trade Center. Und ich werde wohl nun, da ich es weiß, bei jedem Kreischen meines R-Trains auf alten Schienen denken: 4 Milliarden.

Flicken, Aktionismus und Schein.

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